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Spanien: Verhandlungen mit Contentindustrie gescheitert

Die Verhandlungen zwischen spanischen Internetprovidern und der Contentindustrie sind ohne brauchbare Ergebnisse beendet worden.

Die spanische Regierung hatte viel Zeit investiert, um die größten Provider des Landes mit den Rechteinhabern der verschiedenen Medienbereiche gemeinsam an einen Tisch zu bringen. Man hatte darauf abgezielt, gemeinsam Lösungen im Kampf gegen Piraterie zu finden.

Bereits Ende April erklärte man die Gespräche für gescheitert, führte jedoch intern weitere Debatten in der Hoffnung, zu einer akzeptablen Lösung zu gelangen. Wie der Präsident von Redtel, einem Zusammenschluss aus den Providern Telefonica, Vodafone, Orange und Ono bestätigte, seien die Gespräche nun endgültig abgebrochen worden. Man sei zu keiner akzeptablen Lösung mit den Vertretern der Contentindustrie gekommen, die auf der Gesetzgebung des Staates hätte basieren können.

Die Rechteinhaber hatten in erster Linie nur eine hauptsächliche Forderung an die Provider. Diese sollten ein Three-Strikes-Model integrieren, um somit gegen verdächtige Piraten vorzugehen. Seitens der Provider wurde der Kampf gegen die eigene Kundschaft auf diese Art jedoch verweigert. Nach der Ablehnung des Three-Strikes-Ansatzes versuchte man die Provider zu Geschwindigkeitsdrosselungen zu überreden, doch auch hier lehnten diese ab.

Wie der Präsident von Redtel, Miguel Canalejo, erklärte, liege das Problem für die vorherrschende Situation an einer ganz anderen Stelle. "Piraterie ist kein Phänomen das verfolgt und dämonisiert werden müsste." Vielmehr sehe er die Probleme bei der Contentindustrie, die es nicht schafft, legale und zugleich attraktive Alternativen zum Filesharing anzubieten. Die gegenwärtigen Möglichkeiten wären geradezu lächerlich.

sgaeAus diesem Grunde wandten sich die Provider an das Wirtschaftsministerium und unterbreiteten dort den Vorschlag, dass man einfach ein Portal kreieren solle, über welches sich Musik, Filme und Spiele legal beziehen lassen. Bei einer akzeptablen Preisgestaltung oder möglicherweise sogar einem "Flatrate"-Model wären damit womöglich viele Probleme gelöst worden. "Content-Anbieter sollten mehr unternehmerisches Geschick anstreben. Sie verteidigen ein alteingesessenes Vertriebsmodel und wir erschaffen neue Geschäftszweige", so Canalejo. Ein Wandel sollte jedoch vielmehr durch Belehrung und Bewusstsein erfolgen - nicht durch eine Jagd auf Filesharer. Man könne die Verhandlungen erst wieder aufnehmen, wenn die Regierung ihre Pläne und Ziele bezüglich des Kampfes gegen Filesharing bekannt gibt.

Quelle: Gulli

Tags: spanien filesharing, spanien contentindustrie, spanien raukopierer, spanien internetprovider

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